Ganzheitliche Labordiagnostik

Zusätzlich zum kleinen und großen Blutbild gibt es spezifische Werte aus dem Blut, Stuhl oder aus dem Speichel, die detaillierte Informationen zur Diagnose ergeben. Auch wenn das klassische Blutbild in Ordnung ist, können wir hier wichtige Hinweise erhalten. Einige Beispiel möchte ich Ihnen hier präsentieren:

Darmsymbiose-Untersuchung:

Die Darmflora hat eine große Bedeutung für unsere Gesundheit, daher ist es so wichtig, ein ausgewogenes „Micorbiom“ zu haben. Untersuchung können wir das über das Darmprofil (Stuhlprobe)

  • Mikrobieller Florastatus, mykologischer Florastatus
  • Leaky-Gut-Diagnostik (durchlässige Darmschleimhaut mit Entzündungsneigung)
  • Lebensmittelunverträglichkeiten wie Lactose, Fructose oder Gluten (über Darm- und Atemwerte)

Fettsäuren können wir grundsätzlich unterscheiden in gesättigte und ungesättigte. Letztere haben einen positiven Einfluss auf Entzündungsgeschehen im Körper, wenn sie die richtige Menge und Kombination haben. Dies ist mit Ernährung beeinflußbar, daher liefert uns wichtige Erkenntnisse:

  • der Fettsäurestatus (Blutuntersuchung oder Dryspot-Analyse)

Stress ist ein allgegenwärtiges Problem der modernen Gesellschaft. Stressempfinden löst nicht nur psychisch Reaktionen aus, auch auf der Hormon- und Neurotransmitterebene werden Prozesse ausgelöst, die zu körperlichen Beeinträchtigungen wie z.B. Schlafstörungen, Blutdruckveränderungen und Blutzuckererhöhung führen. Daher:

Das Stressprofil (meist über eine Blutuntersuchung)

  • Cortisolwerte (es bietet sich ein Tagesprofil an, über den Speichel)
  • Neurotransmitter (Botenstoffe des Nervensystems) wie Adrenalin, Serotonin und GABA
  • Vollbllutmineralstoffanalyse (Natrium,Magnesium, Kalium, Calcium, Kupfer, Zink, Selen, Eisen)
  • Nitrotyrosin oder Peroxynitrit (als Marker für nitronativen Stress)

Als Alternative zum invasiven Blutlabor:

  • Organische Säuren (aus dem Urin) geben einen Überblick darüber, inwieweit Nährstoffe verwertet und in Energie umgewandelt werden, ob Vitalstoffmängel, chronische Stressbelastung oder eine Darmdysbiose vorliegen.

Zur Untersuchung einer Insulinresistenz empfiehlt sich der

  • HOMA-Index (aus Nüchternblut)

Gerade bei Frauen in und um die Wechseljahre aussagekräftig: Das Hormonspeichelprofil

  • Cortisol
  • Progesteron
  • Östradiol und
  • Testosteron

Schwanken diese Werte bzw. sind sie nicht im richtigen Verhältnis zueinander, können wir mit Schlafproblemen, trockener Haut, Migräne, Zyklusstörungen inkl. PMS oder sogar depressiver Stimmungslage reagieren. Diese Profil ist schnell und einfach mit einmaliger Speichelsammlung gemacht.