Blutegel – Kleine Helfer bringen vollen Einsatz

Die Anwendung von Blutegeln ist in der Naturheilkunde schon seit alters her bekannt. Heute können wir auch genau sagen, warum das Sekret der kleinen Tierchen so besonders ist: Es beinhaltet eine Kombination aus verschiedenen Enzymen wie Hirudin und Heparin (Katalysatoreiweiße des Stoffwechsels). Außerdem ist jede Blutegelbehandlung auch gleichzeitig ein kleiner Aderlaß, wie schon bei Hildegard von Bingen als natürliche Erneuerungs- und Ausleitungsmethode nachzulesen. Blutegel werden aber auch in der modernen Schulmedizin eingesetzt, beispielsweise bei Durchblutungsstörungen nach Gewebetransplantation in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie.

Wo kommen sie her?

Der medizinische Blutegel, gezüchtet auf eigens dafür eingerichteten Farmen, wird über die Apotheke oder direkt beim Hersteller „jungfräulich“ bestellt und nur zum einmaligen Gebrauch verwendet. So ist einer Übertragung von Bakterien o.ä. Keimen vorgebeugt. Einmal satt, darf er seinen Lebensabend in „Rentnerbecken“ in Frieden verbringen. Bei mir werden die Egelchen nicht entsorgt! Ein Egel saugt in 1-2 Stunden nur wenige Milliliter Blut ab (ca. 10 ml), so dass kein starker Neubildungsimpuls entsteht. In der ca. 24 Stunden-Nachblutungszeit verlieren wir nochmal ca. 20 ml. Das macht den sanften „Aderlass-Effekt“ aus.

Die Risiken bzw. Kontraindikationen besprechen wir in einem persönlichen Informationsgespräch in aller Ruhe - für eine Anwendung braucht es einige Tage (3-12) Vorbereitungszeit, bitte berücksichtigen sie das bei Ihrer Terminanfrage.

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